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Die Gedankengänge

Ich möchte euch mal an dieser Stelle ein wenig was über unseren Saloon erzählen. Covid 19 beschäftigt uns nun schon über ein Jahr, und auch wir müssen irgendwie zusehen, wie wir unser täglich Brot auf den Tisch bekommen. Bis Anfang des Jahres 2021 war ich ausschließlich mit Holzarbeiten selbständig. Dabei habe ich immer im Fokus, Vereine aus dem Bereich American Football, mit denen ich Lizenzverträge habe. Wie ja allen bekannt ist, durften Vereine, bis auf wenige Ausnahmen, ihren Sport im Jahr 2020 nicht ausüben. Dies hatte natürlich auch zur Folge, dass auf meiner Seite rückgängige Umsatzzahlen zu verbuchen waren. Auf der anderen Seite, hat meine Frau ein Hotel in Braunlage, dies hat 2020 immer den Rückhalt gegeben, diese Verluste aus dem Holzgeschäft abzufangen. Jetzt ist aber auch seit 02.11.2020 das Hotel geschlossen. Alle Kosten laufen weiter, die aber auch durch die staatlichen Förderungen abgefangen werden. Nun waren wir an dem Punkt, wo wir uns überlegen mussten, wie bekommen wir noch etwas zu essen auf dem Tisch. Da wir immer mit offenen Augen durch die Welt gehen, ist mir durch Zufall eine Werbung der Firma O’Donnell Moonshine aus Berlin aufgefallen. Da war sie dann, die alles entscheidende Frage, womit lässt sich im Moment noch Geld verdienen. Wer den Moonshine kennt, weiss dass das Markenzeichen der Firma O’Donnell die Einmachgläser (Mason Jars)sind, in denen sie ihre Liköre abfüllen.

Ich entschloss mich dazu, umgehend die Firma aus Berlin anzuschreiben, um nachzufragen, ob diese auch mit Händlern zusammenarbeiten. Ich muss dazu erwähnen, dass ich von diesen Likören noch nie etwas gehört, geschweige denn gesehen habe. Also gesagt, getan! Nach drei Tagen habe ich dann auch tatsächlich, eine positive Nachricht von O’Donnell bekommen. Nach ersten abtasten über eine Telefonat, was mehr oder weniger ausschließlich über Holzarbeiten verlief 🙈, habe ich dann auch umgehend eine Händlerpreisliste per Mail bekommen. Anfänglich wollte ich nur mal eine paar kleine Gläser bestellen, um zu gucken ob man diesen Likör in seinen besonderen Gläsern überhaupt verkauft bekommt. Was soll ich sagen, nach einer Woche hin und her überlegen, habe ich dann doch gleich von drei Sorten gleich große und kleine Gläser bestellt. Ich mag es schließlich nicht, wenn dann doch Leute kommen, und nach etwas nachfragen, es dann aber nicht vorrätig ist, weil ich aus Vorsicht heraus nur ein paar Proben bestellt habe.

Die erste Bestellung flatterte also recht schnell in unser Haus ein, Ok sagen wir mal eher ins Hotel. Die ersten drei Wochen, haben wir den Likör dann von unserer Rezeption aus verkauft, der Zulauf war unerwartet groß, so das ich jede Woche immer wieder zum auffüllen nachbestellen musste. Dabei habe ich auch bei jeder Bestellung eine weitere Sorte mitbestellen, die ich noch nicht da hatte. So wuchs in dieser Zeit unsere Sortiment auch zeitgleich so schnell an, dass nach drei Wochen schon alle Sorten vor Ort waren. Es war echt phänomenal wie begehrt dieser Moonshine ist, naja was soll ich sagen, die Euphorie war so groß, dass man doch glatt vergessen hat, das die Leute die sich dann eingedeckt haben, auch erstmal genug von dem Zeug zuhause stehen haben. Von heut auf morgen lief also nichts mehr.

Jetzt waren wir also schon ein wenig geübt, vom Boden recht schnell wieder aufzustehen. Mir ging dann irgendwie durch den Kopf „Das kann doch jetzt nicht alles gewesen sein?!“. Nein das war es auch nicht. Die Lösung zu diesem Problem, schoss mit relativ schnell durch den Kopf. Man müsse das ganze einfach etwas besser aufbauen. Die Idee wuchs immer mehr. Das Konzept reifte sehr schnell ran, und schrie förmlich nach Umsetzung. Der Gedanke war, irgendwie einen Raum zu errichten, wo wir auch andere Spirituosen anbieten können, neben dem Moonshine und parallel dann auch für unsere Hausgäste Verkostungsabende anbieten, wo sie unser Sortiment durchprobieren können, für kleines Geld. Wichtig war für uns von Beginn an, es sollen nur besondere Leckerchen sein, die wir anbieten wollen. Den Schierker von nebenan, verkaufen hier in der Region irgendwie alle, dass sollte bei uns schon mal gar nicht auf dem Plan stehen.

Nach reichlichen Überlegungen sind wir dann letztendlich auch auf einen Raum im Hotel gekommen, den wir als Laden umbauen können und der auch einen Eingang von der Straße aus hat. Jetzt habe ich ein paar Monate vorher, einen große Lieferung Holz für meine Holzarbeiten bekommen, die qualitativ so schlecht war, dass ich dieses nicht nutzen konnte. OK, irgendwie dann letztendlich doch, da ich mir dann gedacht habe, daraus dann etwas für den Laden zu bauen. Somit war das Geld nicht zum Fenster herausgeschmissen, sondern wurde noch sinnvoll genutzt.

Die Idee von einem Saloon wurde geboren. Wieso gerade Saloon?! Auch daran war letztendlich der Moonshine schuld! Ja, wie ihr euch jetzt schon denken könnt, ich habe mir mal wieder den Kopf zerbrochen. Ich wollte irgendwie einen Zusammenhang, zwischen dem was wir anbieten, also zu dem Zeitpunkt noch nur der Moonshine, und dem Laden haben. Der Moonshine (schwarzgebrannter) kommt vom Ursprung her aus den USA. Näheres dazu demnächst in einem gesonderten Blog. Also irgendwie bräuchte ich jetzt etwas cooles, was man sofort mit den Staaten in Zusammenhang bringt. USA =Western, Western=Saloon. Siehe da, die Lösung von den ganzen Überlegungen.

Kurzer Hand habe ich dann innerhalb von vier Tagen, eine Wand mit Schwingtüren und zum Saloon gehöriger Theke in den besagten Raum gebaut. Damit die Atmosphäre das ganze ein wenig abrundet, haben wir uns jede Menge Obstkisten besorgt, die wir dann als Regale zusammengebaut haben.

Seit dem 01.02.21 haben wir nun die Pforten zu unserem Saloon geöffnet. Leider mit noch nicht ganz so vielen Besuchern, was der immer noch anhaltenden Situation zuzuschreiben ist. Ihr könnt euch denken, dass es immer noch einen Haken gibt, wenn ihr vorweg alles aufmerksam gelesen habt. Richtig, nichts Gäste, nichts Verkostungsabende! Was nun? Wieder fing mein Kopf an zu arbeiten, oder, achne, wollen wir jetzt mal nicht übertreiben. Nicht das ihr noch denkt, ich zerbreche mir ständig meinen Kopf. Oh man, dann würde ich nur noch verzweifelt durch die Gegend rennen. Ich habe als fleißiger Facebook Nutzer schon längst mitbekommen gehabt, dass andere Unternehmen, vorwiegend Hersteller, Onlinetasting anbieten. Sprich jeder der daran teilnehmen will, kauft sich ein Probenpaket beim Anbieter der Veranstaltung. An einem festgesetzten Termin, treffen sich dann alle in einem Onlinevideokonferenzraum und verkosten gemeinsam alle Proben die auf dem Programm stehen. Und ja es macht extrem viel Spass. Wir haben nun auch schon unser erstes Onlinetasting hinter uns gebracht und planen gerade weitere. Vielleicht werde ich auch dazu mal genauer berichten, jedoch habe ich eine bessere Idee, macht doch einfach mal selbst mit. Es ist eine angenehme Ablenkung in der jetzigen Zeit. Endlich mal wieder andere Leute treffen und einen gemütlichen Abend von Zuhause aus verbringen.

So nun habe ich aber echt mal mehr als genug geschrieben. Wollte euch ansich nur einen kleinen Einblick verschaffen, wie so das ganze eigendlich entstanden ist. Der ein oder andere interessiert sich vielleicht dafür. Bleibt bitte alle gesund, und vielleicht dürfen wir auch genau dich mal in unserem kleinen Saloon begrüßen.

Bis dahin

Cheers

Wie läuft ein Onlinetasting ab?!

Hallo lieber Saloononline Besucher,

Wir möchten dir hier einmal aufzeigen, wie ein Onlinetasting funktioniert.

1. Wir setzen einen Onlinetastingtermin fest.

2. Du hast Interesse an diesem Tasting teilzunehmen.

3. Du bestellst bis spätestens zum Anmeldeschluss dein Probenpaket, für das Tasting was du dir ausgesucht hast, über unseren Shop.

4. In der Regel, ist der Anmeldeschluss zum Tasting, zwei Wochen vor dem Termin.

5. Wir schicken dir in der Woche vor dem Tasting das Probepaket, mit kurzer Beschreibung des Tastingablaufs per Post zu.

6. Soweit du es noch nicht auf deinem Handy/Tablet installiert hast, lädst du dir die Zoom App für Videokonferenzen runter.

7. Eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung, schicken wir den Link für den Videoraum per Email.

8. Wenn alle sich in den Videoraum angemeldet haben, verkosten wir alle zusammen die Proben.

Hinweis: Es wäre schön, wenn alle die an der Veranstaltung teilnehmen, ihr Kamera auch anschalten würden. Es ist für jeden angenehmer, wenn er auch die anderen sehen kann.